Im
Schatten der viel besuchten Wallfahrtsstätte wurde die Klosterruine zu
einem Stiefkind, um das sich niemand mehr kümmerte. Viele Jahre versuchte
eine Interessensgruppe, unter der Führung des evangelischen Schupbacher
Pfarrers Erich Dienst, die Klosterruine vor dem endgültigen Verfall zu
retten.
Dass die Klosterruine Beselich vor dem Verfall gerettet werden konnte, ist
im wesentlichen Pfarrer Erich Dienst zu verdanken. Doch dies war ein
langer und beschwerlicher Weg, der 1974 seinen Anfang nahm.
Nach endlosen Bemühungen von Pfarrer Dienst wurden die Klosterruine
Beselich und der Hospitalbau endlich am 25. März 1980 durch das Landesamt
für Denkmalpflege unter den Schutz des Denkmalschutzgesetzes gestellt.
Mit Aufrufen in verschiedenen Zeitungen und durch Mundpropaganda baute
Pfr. Dienst eine Interessensgruppe auf, deren Ziel es war, auf die
Erhaltung und Sanierung der Klosterruine Beselich hin zu arbeiten. Der
zwischenzeitlich gegründete gemeinnützige „Verein zur Erhaltung der
Klosterruine Beselich e.V.“ konnte durch einen Erbpachtvertrag die
Klosterruine Beselich in seine Trägerschaft übernehmen. Mit erheblichen
Kosten und unzähligen freiwilligen Arbeitseinsätzen konnte der Verein die
Klosterkirchenruine Beselich vor dem Verfall retten und somit ein einzigartiges
romanisches Bauwerk der Nachwelt erhalten.
Seit der „Verein zur Erhaltung der Klosterruine Beselich e.V.“ auf
Initiative von Pfarrer Dienst 1985 im Schupbacher Pfarrsaal gegründet
wurde, gab es für den Verein sehr viel Arbeit und sehr viele Probleme.
Auch wenn die großen Restaurierungsarbeiten vor einigen Jahren
abgeschlossen wurden, bleibt dennoch für die Zukunft viel Arbeit. Die
Klosterruine Beselich ist ein Pflegefall, der ständig unterhalten werden
muss.
Ohne die vielfältige Unterstützung der unermüdlichen und ehrenamtlichen
Helfer, ohne deren kostenlose und tatkräftige Hilfe, hätte die
Klosterkirchenruine nicht vor dem Verfall gerettet werden können.
Diesen Helfern gilt ein besonderer Dank!